Der BDAJ distanziert sich von politischen Islamverbänden

VV

„Antimuslimischen Rassismus ernst nehmen – Kritik an muslimischen Organisationen zulassen“ lautet der Titel einer neuen Broschüre, die der Bund der Alevitischen Jugendlichen in Deutschland e.V. (BDAJ) jetzt vorlegt. Namhafte Autorinnen und Autoren wie Mouhanad Khorchide, Ismail Küpeli, Lale Akgün und Ahmad A. Omeirate beziehen hier Stellung gegenüber muslimischen Organisationen in Deutschland.
 
Im Oktober 2020 hatte der Bundesvorstand des BDAJ bekanntgegeben, seiner Berufung in die Projektkommission „Forum Muslime und Christen“ zum Ökumenischen Kirchentag 2021 in Frankfurt nicht nachzukommen. Als Grund nannte er die Zusammensetzung der Projektkommission, die auch Vertreter_innen des Zentralrats der Muslime in Deutschland und des Islamrates umfasste. „Uns ging es dabei nicht um individuelle Mitglieder der Kommission, sondern um die Verbände und die entsprechenden abwertenden und menschenfeindlichen Ideologien, die sie vertreten. Von diesen Verbänden geht eine Gefahr für Alevit_innen und andere Minderheiten in Deutschland aus“, so Özge Erdoğan, Bundesvorsitzende des BDAJ. „Wir mussten handeln.“
 
Auf seiner Bundeskonferenz 2021 hat der BDAJ schließlich seine Position in einem Papier verabschiedet, das für großes Aufsehen und auch für Anfeindungen gesorgt hat. „Positiver Zuspruch von vielen Seiten hat uns schließlich ermutigt, dieses wichtige Thema in einer Handreichung aufzugreifen und aus verschiedenen Aspekten zu beleuchten. Dass wir hierzu zahlreiche Expert_innen gewinnen konnten, freut uns sehr“, so Erdoğan.

Die Broschüre „Antimuslimischen Rassismus ernst nehmen – Kritik an muslimischen Organisationen zulassen“ kann hier nachgelesen werden.