90 Minuten gegen Rechts

Am 01.02.2017 nahm der Bund der Alevitschen Jugend gemeinsam mit weiteren Jugendlichen aus den Verbänden der Falken, der Arbeitersamariterjugend, der DGB-Jugend und dem Jugendwerk AWO an der Veranstaltung "90 Minuten gegen Rechts" im Stollwerker Bürgerhaus Köln teil.

Sinn und Zweck der Veranstaltung war ein Argumentationstraining gegen rechte Hetze an dem auch Martin Schulz teilnahm, welcher der derzeitige Parteivorsitzende und Bundeskanzlerkandidat der SPD ist.

Das Training klärte die jungen Menschen über den Umgang mit rechten Sprüchen, Einstellungen und Slogan auf. Gemeinsam gingen die Jugendlichen nach einer Vorstellungsrunde auf Bilder, Slogan und Zitate ein und analysierten den antisemitischen, diskriminierenden und/oder rassistischen Anspruch derer bis später Martin Schulz hinzukam. Danach wurde das Programm bereichert durch eine Diskussionsrunde mit dem Kanzlerkandidaten. Der Bund der Alevitischen Jugend eröffnete eine Diskussion zum Flüchtlingsdeal mit der Türkei und wie er dazu steht, dass die derzeitige Bundeskanzlerin Merkel ähnliche Pakte mit nordafrikanischen Ländern anstrebt und wurde erweitert mit dem Faktor der Kinderarmut, welcher immer mehr zunehme. Der Kanzlerkandidat ging sehr aufmerksam und charakterstark in die Diskussion, wobei er ehrlich und realistisch Stellung zu Anmerkungen der jungen Menschen nahm. Dies schien auch Anklang bei den Jugendlichen gefunden zu haben, da diese wirklich das Gefühl einer ernst zu nehmenden Diskussion verspürten. Schulz motivierte die Jugendlichen sich weiterhin für die Belange ihrer Mitmenschen und ihrer Jugendarbeit einzusetzen. Schulzs Anwesenheit wurde als Bereicherung empfunden, da dieser sich durch seinen sonderbaren Lebenslauf und seinen Erfahrungen aus dem Europaparlament gut in das Argumentationstraining einbringen konnte.