Go Together

Das Kooperationsprojekt „Go Together – Partizipation, Integration und interkulturelle Öffnung“ möchte zur interkulturellen Öffnung der Jugendverbandsarbeit in Bayern beitragen.

 

Es ist auf drei Jahre angelegt (2012-2015) und wird von den Partnern Bayerischen Jugendring (BJR), Bayerisches Jugendrotzkreuz (BJRK) und Alevitischen Jugend in Bayern (BDAJ-Bayern) durchgeführt.

 

Oberstes Ziel des Projektes ist es Jugendliche mit Migrationshintergrund stärker an Angeboten und Möglichkeiten der Jugendverbandsarbeit zu beteiligen und die Ausbildung nachhaltiger Strukturen zu fördern.

Die Strukturen von Vereinen junger Menschen mit Migrationshintergrund (VJMs) sollen ausgebaut und die interkulturelle Öffnung von „etablierten“ Jugendverbänden angeregt und unterstützt werden. Zudem werden im Rahmen des Projektes lokale Prozesse von Integration und interkultureller Öffnung in den bayerischen Stadt- und Kreisjugendringen angeregt und gefördert.

 

Die Kooperationspartner des BDAJ-Bayern

 

  • Bayerischer Jugendring (BJR)

Die zentrale Aufgabe des Bayerischen Jugendrings ist es, eine Lobbyfunktion für Jugendliche gegenüber Öffentlichkeit, Verwaltung und Politik wahrzunehmen und Rahmenbedingungen der Jugendarbeit zu sichern und zu gestalten. Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund sind hierbei bis dato gering vertreten und somit auch ihre Interessen und Bedürfnisse. Dies soll mit Hilfe des Projektes geändert werden.

Weitere Informationen findet ihr hier: www.bjr.de

 

  • Bayerisches Jugendrotkreuz (BJRK)

Das Bayerische Jugendrotkreuz ist der eigenständige Jugendverband des Bayerischen Roten Kreuzes und ist ein seit 1947 bestehender und etablierter Jugendverband. Er bietet fast 95.000 Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis 27 Jahre eine Plattform für Freizeitgestaltung, Austausch und Lernen. Allerdings sind auch im BJRK Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund unterrepräsentiert. Deshalb soll eine Sensibilisierung hierfür mit dem Ziel der Interkulturellen Öffnung stattfinden.

Weitere Informationen findet ihr hier: www.jrk-bayern.de

 

 

Projektverlauf

Das Projekt ist in drei Phasen gegliedert:

1.In der ersten Phase finden hauptsächlich trägerbezogene Maßnahmen statt, um den Aufbau und die Öffnung der Strukturen der Projektpartner voranzutreiben und sie hierdurch auf die zweite Phase vorzubereiten.

2.In der zweiten Phase werden auf der Grundlage der aufgebauten Strukturen und Netzwerke gemeinsame lokale Aktionen initiiert.

3.In der dritten Phase werden Strategien zur Verstetigung der Projekterfolge entwickelt und umgesetzt. Die Erfahrungen und Ergebnisse werden evaluiert und veröffentlicht.

 

Bedeutung des Projektes für die Alevitische Jugend in Bayern:

 

Im Rahmen des Projektes sollen die Ortsgruppen in Bayern ausgebaut und gestärkt und die Entwicklung nachhaltige, tragfähige Strukturen unterstützt werden.

Im ersten Jahr stehen für den BDAJ-Bayern zunächst folgende Bausteine im Vordergrund des Projektes:

 

  • Einführung hauptamtlicher Strukturen

Die BDAJ-Bayern konnten erstmalig eine hauptamtliche Mitarbeiterin zur Unterstützung für ihre Tätigkeiten im Regionalverband einstellen. Ihr Arbeitsplatz befindet sich zunächst in der Geschäftsstelle des Bayerischen Jugendrings.

 

  • Stärkung und Ausbau der Ortsverbände des BDAJ-Bayern

Unter anderem ist es die Aufgabe der hauptamtlichen Mitarbeiterin die Jugenden vor Ort beim Aufbau fester und nachhaltiger Strukturen zu unterstützen. Ziel ist es mehr Mitgliedsverbände für den BDAJ aufzubauen und deren Einbindung in die lokalen Kreis- und Stadtjugendringe in die Wege zu leiten. Dies hat die Folge, dass die einzelnen Jugendgruppen vor Ort und der Regionalverband in Bayern insgesamt mehr Einfluss auf jugendpolitische Fragen nehmen können.

 

  • Durchführung von verschiedenen Bildungs- und Schulungsveranstaltungen

Für die vielfältigen praktischen Aufgabenstellungen in einem Jugendverband werden im Rahmen des Projekts mehrere Bildungs- und Schulungsveranstaltungen für ehrenamtliche Vorstandsmitglieder und für die schon bestehenden und in der Gründung befindenden Gruppen angeboten. Für das Pfingstwochenende ist in diesem Rahmen zunächst ein Wochenendseminar zu den Themen Jugendverbandsarbeit und Rhetorik geplant. Ziel ist der Aufbau eines kontinuierlichen Schulungssystems das die Jugendlichen in ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit unterstützt und ihr Engagement für mehr Partizipation und Mitbestimmung im Rahmen der Jugendverbandsarbeit anregt.

 

  • Durchführung lokaler Projekte

Verschiedene lokale Projekte werden geplant und durchgeführt, die insbesondere dazu dienen sollen in die Öffentlichkeit zu treten und weitere interessierte Jugendliche, Jugendverbände sowie Vereine junger Menschen mit Migrationshintergrund anzusprechen und für das Projekt und seine Ziele zu begeistern. Denkbare Aktivitäten in diesem Bereich sind verschiedene Kurse und Workshops in den einzelnen Gemeinden aber auch punktuelle Veranstaltungen, z.B. die Teilnahme an einem Stadtfest.

 

  • Förderer
    Das Projekt wird aus Mitteln des Europäischen Integrationsfonds gefördert. Zudem wird es aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages duch das Bundesministerium des Innern und von Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen kofinanziert.
EIF BAMF BaySozMin