PM: Alevitische Jugend verurteilt Übergriffe auf jüdische, jesidische und muslimische Menschen und Einrichtungen in Deutschland

 

Alevitische Jugend verurteilt Übergriffe auf jüdische, jesidische und muslimische Menschen und Einrichtungen in Deutschland

 

Seit der erneuten gewaltsamen Eskalation zwischen der islamistischen Hamas im Gaza-Streifen und dem israelischen Militär und den Gräueltaten der radikalislamischen Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) an den kurdischen Jesiden und orientalischen Christen im Irak, kam es auch hierzulande vermehrt zu antisemitischen Gewaltexzessen, Angriffen auf jesidische Mitbürger sowie Brandanschläge auf hiesige Moscheen.

 

Hierzu erklärt Mazlum Dogan, Bundesvorsitzender des BDAJ:

 

„Wir verurteilen als alevitische Jugend die Angriffe auf jüdische, jesidische sowie muslimische Mitbürger und Einrichtungen. Es verzeichnet sich erschreckender Weise eine Chronik des Hasses.

 

Angefangen hat es mit der erneuten Eskalation im Gaza-Streifen. Das Recht auf freie Meinungsäußerung und die Versammlungsfreiheit sind grundrechtlich garantierte Rechte in unserer Bundesrepublik. Die Grenze ist jedoch dann überschritten, wenn die Meinungsäußerung in antisemitische Hetzpropaganda ausschlägt. Dies mussten wir als BDAJ tragischer Weise insbesondere auf pro-palästinensischen Demonstrationen feststellen. Zahlreiche Kundgebungen boten ein Forum für Islamisten und Neonazis, die Seit‘ an Seit‘ die radikal-islamistische Hamas verherrlichten und antisemitische Hetzpropaganda betrieben. Wenn im Jahre 2014 immer noch Synagogen polizeilich bewacht werden müssen, um sie vor antisemitischen Übergriffen zu schützen, dann ist das ein Armutszeugnis für unsere Gesellschaft.

 

Seitdem der IS im Irak religiöse Minderheiten wie die kurdischen Jesiden, orientalischen Christen oder schiitische Turkmenen massakariert, kam es auch hierzulande zu Übergriffen auf jesidische Mitbürger. Hinter diesen Taten stecken Mitglieder der salafistischen Strömung. Auch hier müssen wir uns ernsthaft fragen, wie lange wir noch diesen radikalen Islamisten ermöglichen wollen, ihre Hasspredigten in der Bundesrepublik zu verbreiten.

 

Und nun kommt es auch bundesweit zu Brandanschlägen auf Moscheen in Deutschland. Derartige Angriffe sind auf das Schärfste zu verurteilen.

 

Mehr denn je ist Zivilcourage gefragt. Wir verurteilen daher dieses Sammelsurium an Menschenhassern und sehen hinter den drei Tätergruppen keine Unterschiede.


Der Konflikt im Nahen Osten darf nicht zur Polarisierung der hiesigen Gesellschaft führen. Daher sind alle Demokraten und Humanisten aufgerufen, sich für ein friedliches Miteinander in Deutschland einzusetzen.“

alt

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