Gedenktour 2014 (des BDAJ) – Eine Fahrt, die Spuren hinterlässt!

Von Nevin Arslandemir

 

21 Jugendliche aus ganz Deutschland und Österreich nahmen dieses Jahr an der Gedenktour des BDAJ teil. Im Zeitraum vom 28.06. – 06.07.2014 besuchten die Teilnehmer_innen sechs Städte: Ankara, Hace Bektaş, Sivas, Corum, Erzincan und Dersim in marathonverdächtigen Abständen mit einem Bus. Trotz der Strapazen waren wir nie zu müde, um für unsere Haltung gerade zustehen oder um etwas über unsere Religion dazuzulernen. Im Rahmen der Tour wurden an drei Gedenkzügen und Demonstrationen teilgenommen und mehrere alevitische Gedenkstätten besucht. Die Führung der Tour in Ankara übernahm Turan Eser, Journalist und Freund des BDAJ. In Hace Bektaş stieß der Bildungsbeauftragte der AABF, Yilmaz Kahraman, zur Gruppe und übernahm ab dem Zeitpunkt den inhaltlichen Bereich der Fahrt. Die Organisation vor Ort übernahm Onur Yildirim, der Finanzvorsitzende des Bundesvorstandes. Die Türkei wurde tagelang auf verschiedenste Art und Weise von uns Teilnehmer_innen besichtigt und erlebt. Es war ein sehr schönes Erlebnis und jede_r Einzelne hat etwas von dieser Tour mitgenommen.

 

Tag 1 – der Auftakt der Gedenktour

Wie im letzten Jahr fand eine Gedenk -und Bildungstour durch das Herzen Anatoliens statt. Ihren Startschuss fand die Tour in Ankara-Dikmen im Verein Hace Bektaş Kültür Vakfı. Dort lernten wir uns alle zunächst einmal kennen. Die Gruppe ging gemeinsam den Ablauf der Tour durch. Nach einem gemeinsamen Essen stand das erste Treffen mit Turan Eser im Divrigi Konuk Evi statt, wo wir drei Nächte verbrachten. Turan Eser erzählte uns Geschichten, die er erlebt hatte – die Abendgestaltung fand somit gemütlich in der Jugendherberge statt.

 

Tag 2 – die Stimme der Unterdrückten

Am nächsten Morgen ging es zum Ulucanlar Cezaevi Müzesi. Das Zentralgefängnis wurde 2006 geschlossen und ist seitdem ein Museum. Der Besuch gehörte für uns zu den Highlights in Ankara. Dort wurden große Denker und Revolutionäre, wie Deniz Gezmiş, Nazım Hikmet, Yusuf Arslan und Yılmaz Güney, zu Unrecht auf minimalem Raum eingesperrt, gefoltert und gedemütigt. Persönlichkeiten, wie Deniz Gezmiş, Yusuf Arslan, Hüseyin Inan und viele mehr, wurden dort zum Tode verurteilt und gehängt. In kleinen Zellen wird anhand von Wachsfiguren dargestellt, wie hart das Leben eines Gefangenen damals war. Wir sahen, wie sie in winzigen Zellen mit nicht mehr als einer harten Matte ausgestattet ihre Klagelieder sangen, sich nichts sehnlicher als ihre Mutter zu sehen wünschten oder nach Freiheit riefen. Auch das Leben in Gemeinschaftszellen wird in dem Gefängnismuseum gezeigt. Großen Eindruck hinterließen bei uns die Nachrichten, Gedichte und Lebensweisheiten der Häftlinge an den Wänden. Für Gänsehautfeeling sorgten die Strichlisten, die für die Tage bis zur Entlassung geführt wurden. Viele der Eindrücke hinterließen kaum ein trockenes Auge und bestärkten uns in unserem Glauben für die Stimmen der Unterdrückten zu kämpfen – von damals und heute, in der Türkei und überall sonst auf der Welt.

01-Sivas-TourWeiter ging es mit einer Podiumsdiskussion im Pir Sultan Abdal Kültür Dernegi Mamak Şubesi. Thema war die Assimilationspolitik der Türkei im Zusammenhang mit dem Cami-Cemevi Projekt. Im Anschluss nahmen wir an einer Demonstration und der anschließenden Kundgebung teil, um den Opfern des Massakers in Sivas-Madimak zu gedenken. Nach einem gemeinsamen Essen mit anschließender Freizeit in Kizilay trafen wir uns wieder, um gemeinsam zu dem Ort zu gehen, wo Ethem Sarisülük während den Gezi-Protesten von Polizisten gewaltsam erschossen wurde. Um ihm zu gedenken zündeten wir Kerzen an. Spannend ging es weiter: wir organisierten spontan ein Treffen mit dem Bruder des Gezi-Opfers. Mustafa Sarisülük erzählte uns, wie das Leben vor und nach dem Tod seines jüngeren Bruders war. Außerdem ließ er Zeit für ein Gespräch, bei dem wir unsere Fragen stellen und unserer Trauer ausdrücken konnten. Nach einem langen und interessanten Tag fuhren wir zurück zur Jugendherberge und ruhten uns aus, denn der nächste Tag war nicht mehr fern und wir hatten wieder ein straffes Programm vor uns.

 

Tag 3 – Kerzen für die Opfer02-Sivas-Tour

Schon früh morgens verließen wir unsere Jugendherberge, da uns Turan Eser in sein Haus einlud. Gemeinsam bereiteten wir ein leckeres Frühstück zu und lernten uns beim gemütlichen Frühstück im Grünen besser kennen. Danach folgte der Besuch bei den Gedenkstätten von Deniz Gezmiş, Yusuf Arslan, Mahir Cayan, Hüseyin Inan und den Todesopfern von Sivas (Madimak).       

 

Für jedes Opfer zündeten wir eine Kerze an, sagten Gedichte auf und legten eine Schweigeminute ein.

 

03-Sivas-TourErdem Keser, 19: „Auf dem ‘Karşıyaka’ Friedhof haben wir viele Gräber von politisch und religiös bedeutsamen Personen besucht. Von den Opfern des Sivas-Massakers, den Revolutionären Deniz, Hüseyin und Yusuf bis zu dem mit siebzehn Jahren erhängten Erdal Eren haben wir alle Gräber besucht und Kerzen für sie erleuchtet. Für mich waren das die emotionalsten Momente der Tour.”

Weiter ging es mit dem Besuch des Sivas Madimak Museums und dem 2. Temmuz Anit Parki. Im Park war jedem Opfer eine einzelne Gedenktafel gewidmet und eine große Pir Sultan Abdal Statue aufgebaut. Von dem Park aus hat man eine Aussicht auf die Skyline von Ankara. An sich ist der Park sehr schön geworden, jedoch gibt es keinerlei Möglichkeiten mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen, was man der aktuellen Regierung zu verdanken hat. Da die Gruppe schon lange unterwegs war, war es Zeit für eine gemeinsame Stärkung. Die Abendgestaltung war jedem selbst überlassen, am nächsten Tag ging es richtig los, die erste Fahrt stand an und Hace Bektaş war unser Ziel.

 

Tag 4 – kein Eintrittsgeld für Gedenkstätten!

04-Sivas-TourFrüh am Morgen machten wir uns mit dem Bus auf den Weg nach Hace Bektaş. Wir hielten zwischendurch immer wieder an, um uns verschiedene Sehenswürdigkeiten anzusehen, wie den Salzsee. Außerdem wurde eine kleine Pause in Kapadokien eingelegt. Der nächste Halt führte uns zu Chez Ali, einer Töpferei. Der Meister Ali erzählte uns nicht nur wie das Töpfern genau funktioniert, sondern auch Geschichten aus seinem Leben. So war es früher bspw. üblich, dass kein Mann, der die Kunst des Töpferns nicht sicher beherrschte, eine Frau fand. Ali Usta selber erbte den Beruf, was in dieser Branche üblich ist. Nachdem er uns seine Künste demonstrierte, ließ er zwei von uns ebenfalls an die Töpferscheibe. Mit mehr oder weniger Erfolg formten sie schöne Vasen mit aufwendigen Mustern. Im Anschluss kauften die Jugendlichen selbst hergestellte Töpferwaren ein.

Nach einer guten Stunde Fahrt kam der Bus beim Hace Bektaş Dergah “Delikli Taş” an, wo wir auf unseren Tourbegleiter Yılmaz Kahraman trafen. Wie auch im letzten Jahr weigerten wir uns den Eintritt zu zahlen, da es sich um eine Gedenkstätte handelt und wir es nicht einsahen, dafür Geld zu zahlen. So schafften wir es, wie die Gruppe aus dem letzten Jahr, ohne Eintritt zu zahlen in das Dergah einzutreten. Gemeinsam besuchten wir die Gedenkstätten von Mahzuni Şerif und der sieben heiligen Dichter/Yedi Ulu Ozanlar. Beim sogenannten “Delikli Taş” handelt es sich um einen Stein mit einem Loch, durch das die Personen durchkriechen müssen. Die Legende besagt, dass Personen, die durch das Loch kommen, sündenlos sind.         

Die Tour wurde im Hace Bektaş Museum fortgeführt. Es war interessant den Ort zu sehen, in dem Hace Bektas gelebt und gelehrt hat. Eigentlich handelte es sich bei dem Museum um eine Pilgerstätte mit integriertem Cemevi, welche aber vom Staat zum Museum umfunktioniert wurde. Dank der spannenden Führung von Yilmaz Kahraman lernten alle etwas dazu. Letzter Halt war die Jugendherberge in Hace Bektaş. Nach dem Abendessen verbrachten wir den Abend gemeinsam mit Musik, Halay und eigener Geschichten. Langsam wuchsen wir zu einer Einheit zusammen und freuten uns auf den nächsten Tag.

 

Tag 5: “Sivas’ın ışığı sönmeyecek/ Das Licht aus Sivas wird niemals ausgehen”

Der 2. Juli stand an, einer der Höhepunkte der Tour. Es hieß früh aufstehen und ab nach Sivas. Es stand die Demonstration für die Errichtung eines Museums im ehemaligen Madimak-Hotel zur Erinnerung an den pogromartigen Brandanschlag im Jahre 1993 in Sivas auf dem Plan. Der Treffpunkt war am Cemevi. Dort trafen wir auf diverse Funktionäre der AABF. Mit riesigen Bannern und Fahnen ausgestattet befanden wir uns unter ca. 20.000 Demonstrierenden, unter denen sich nicht nur Aleviten, sondern weitere Humanisten und Demokraten befanden.

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Gemeinsam schrien wir Parolen, in denen u.a. die Namen der Sivas-Opfer gerufen wurden. Außerdem wurden Parolen der Geziproteste, wie “Polis simit sat, onurlu yaşa/ Polizisten verkauft Sesamringe, um ehrenvoll zu leben” oder “Heryer Taksim, heryer Direniş/ Überall ist Taksim, überall ist Wiederstand” gerufen. Damit wollten wir deutlich machen, dass der Geist von Taksim weiterhin in uns ruht. Die Demonstrierenden machten auch auf die Polizeigewalt, die seit den Protesten im Gezi-Park im letzten Jahr kontinuierlich zunimmt.

Wir riefen auch deutsche Slogans, wie “Hoch die internationale Solidarität”, was nicht die einzige Ursache war, weshalb wir vom BDAJ auffielen. Auch unsere einheitlichen T-Shirts fanden hohen Anklang, wie auch unsere Fahnen und Banner, die es sogar ins türkische Fernsehen geschafft haben. Die Kundgebung fand vor dem Madimak-Hotel statt, jedoch war das Hotel durch eine Wand von Polizisten unzugänglich und wurde auch nicht geöffnet. Dies war jedoch kein Hindernis, um den Opfern des Brandanschlags von 1993 zu gedenken. Die friedlichen Demonstrierenden warfen ihre Blumen über die Polizisten hinweg vor das Hotel. Einige Jugendliche trafen auf dem Rückweg zum Bus Pinar Aydinlar, eine Frauenrechtlerin, die in der HDP aktiv ist. Das war jedoch nicht unser einziges Highlight: Einige Teilnehmer_innen unserer Gruppe beschrieben ihre Impressionen aus Sivas ebenfalls als angenehm.07-Sivas-Tour

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Berfin Karakaş, 16 (linkes Bild): „Ich finde, die Demo war sehr ruhig und unproblematisch, was bestimmt mit den zeitnahen Präsidentschaftswahlen zusammenhängt. Außerdem hat es mir sehr gefallen, dass viele ältere Menschen trotz der Hitze und der langen Strecke, mit uns für Freiheit und Gerechtigkeit demonstriert haben.”

 

Onur Yildirim, 24 (rechtes Bild): „Die Demo in Sivas war im Gegensatz zu letztem Jahr etwas kleiner. Es war mir eine Ehre, zum zweiten Mal dran teilnehmen zu dürfen, um den Sivas-Opfern zu gedenken und für u.a. Frieden, Demokratie, Menschlichkeit und Gleichberechtigung zu demonstrieren. Auch ich im nächsten Jahr werden wir als BDAJ dabei sein. Auf weitere friedliche und erfolgreiche Demonstrationen!”

 

Nach dem Besuch der Demonstration fuhren wir weiter zu dem Grab von Hasret Gültekins, der bei dem Brand im Hotel ums Leben gekommen ist. Die Truppe führte ein Gespräch mit Yeter Gültekin, der Witwe des berühmten Sängers. Dann fuhren wir über Nacht weiter nach Corum. Nach Einzug in das schönste Hotel während der Tour hieß es: erst einmal ausruhen.

 

Tag 6 – Die Gezi-Opfer bleiben unvergessen!

In Corum trafen wir uns zu der nächsten Demonstration zu Beginn im Cemevi. Dort wurden wir herzlich aufgenommen und herumgeführt. Die Demo ähnelte der in Sivas. Erst ging es mit einem Demonstrationszug zu dem Ort der Kundgebung, wo unter anderem Turgut Öker, Vorsitzender alevitische Union Europa (AABK), und Ümit Sari, Vorsitzender der alevitischen Jugend in Europa (AAGB), als Redner auftraten. Nach Ende der Kundgebung gab es noch ein gemeinsames Essen im alevitischen Verein.

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Danach besuchten wir erst das Grab von Ibrahim Kaypakaya. Er ist einer der wichtigsten Revolutionäre der 68er Bewegung in der Türkei. Nach einer Schweigeminute sangen wir Lieder über ihn und diskutierten über seine Taten und sein Weltbild. Es folgte der Besuch des Grabes von Ethem Sarisülük, eines der Gezi-Opfer. Dort zündeten wir Kerzen für jedes einzelne Opfer der Gezi-Proteste an und legten eine Schweigeminute ein. Anschließend ging es direkt weiter nach Erzincan. Es wurde bei dem Vorsitzenden des alevitischen Verein in Köln-Porz, Abbas Fidan eine Pause eingelegt, der uns zum Essen einlud. Lange konnten wir uns dort leider nicht aufhalten, da noch einige Kilometer bis Erzincan vor uns lagen. Nachts kamen wir in einem Hotel im Herzen Erzincans an.

 

Tag 7 – Zwischen Erinnerungen und heiligen Quellen11-Sivas-Tour

Der Tag begann früh, aber wir waren voller Elan: es ging weiter nach Dersim. Für viele war es die erste Reise.

 

Sibel Bahcetepe, 23 (links im Bild): „Endlich ist es so weit, wir fahren ins Paradies.”

 

Berfin Karakas, 16: „Dank der Gedenktour kann ich zum ersten Mal meine Heimat besuchen.”

Der erste Stopp wurde an den Halvoriquelle, einem historischen Ort für das Massaker gemacht. Dort hatten wir die Gelegenheit, ein Gespräch mit einem Pir, der während des Genozids in Dersim’38 als Kind floh und uns erzählte, wie es damals in Dersim war und uns von seiner Flucht berichtete. Aktuell lebt er in Deutschland. Eine kurze Pause wurde an den Aglayan Kayalar, den heulenden Felsen, eingehalten. Ihren Namen haben die Felsen, weil sie mit Wasser überzogen sind, das einem Miniwasserfalls, aber auch Tränen ähneln.

 

 

Der weitere Weg führte uns zu einem Rastort in Kutudere. Einige von uns ließen sich nicht die Gelegenheit nehmen, um im Munzur schwimmen zu gehen.

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Dilay Arslan, 20: „Die Landschaft und den Munzur so nah zu spüren war nicht nur ein Erlebnis, es war das Zusammenkommen unserer Wurzeln, unserer Persönlichkeit und unserer Zukunft.”

Nach der der kurzen Erholung fuhren wir weiter. Nach einer ca. 2-stündigen Fahrt kamen wir an der Munzurquelle an. Dort war Zeit für ein ausgiebiges Picknick, Zeit, um Souvenirs zu kaufen, Zeit, um die Landschaft zu erkunden und vor allem Zeit, um Dersim zu genießen. Außerdem füllten viele von uns ihre Flaschen mit Wasser aus der Quelle, da das Wasser heilig sein soll.

13-Sivas-TourAm frühen Abend machten wir uns auf den Weg ins Hotel. Nach einer kurzen Erholungspause stand ein traditionelles Abendessen für die Region von Dersim an: “Babuko” oder auch “Sîr” genannt. Danach stand ein Besuch in einer Türkübar an, in der wir gemeinsamen tanzten und türkische/ kurdische Volkslieder sangen.      

 

Abschied – der letzte Tag

Schon früh ging es zum Düzgün Baba Gebirge. Düzgün Baba ist in Dersim – der am meisten besuchte Ort, an dem Opfertiere geschlachtet werden, gebetet wird und Fürbitten gesprochen werden. Gemeinsam mit Düzgün, unserem Wegweiser, machten wir uns auf den Weg zur Spitze des Berges. Nach dem dreistündigen Weg schaffte ein Großteil von uns den Gipfel und somit, Düzgün Baba zu erreichen. Düzgün und Yilmaz Kahraman erzählten uns über von dem historischen Hintergrund. Der Berg Düzgün Baba ist 2097m hoch und lässt einen Blick auf die gesamte Landschaft um Dersim zu. Wir genossen jeden Augenblick und waren begeistert. Göksel Bahçetepe, 21: “Schönster Ort der Welt! Für diese Erkenntnis muss man nicht mal aus der Region stammen.” Gönül Keser, 23 “Ein Erlebnis und eine Aussicht, die man nicht in Worte fassen kann.” Nach dem Aufenthalt oben ging es wieder hinunter. Die Gruppe schaffte es ohne Verluste und unversehrt in den Bus zurück. Nach einem gemeinsamen Mittagessen mussten wir uns leider von Düzgün und Dersim verabschieden. Die Tour neigte sich dem Ende zu. Es ging nach Erzincan zu Yilmaz Kahraman, da einige nicht mit zurück nach Ankara fuhren, wurde dort die traditionelle Reflektionsrunde durchgeführt, die bei keiner BDAJ-Veranstaltung fehlen darf. Allgemein kam ausschließlich positives Feedback, was die Teilnehmer_innen vor allem dem Orgateam zu verdanken hat. Nach einer Kaffee -und Kuchenpause machte sich der verbliebene Rest der Tour auf den Rückweg.

 

Mit schweren Herzen trennten wir uns voneinander und nahmen nicht nur viel Wissen, sondern vor allem Erfahrungen mit. Ein Nachtreffen unserer Gruppe ist bereits ebenso in Planung wie die Gedenktour für nächstes Jahr. Wir Teilnehmer_innen der Gedenktour schweißten als Familie zusammen und verbrachten harmonische Tage miteinander. Ein großer Dank gilt Turan Eser, Yilmaz Kahraman, dem Orga-Team, das in Deutschland alles viele Monate geplant hatte und allen voraus Onur Yildirim.

 

14-Sivas-TourNevin Arslandemir, 17: „Die komplette Tour in Worte zu fassen ist unmöglich, da man all diese Eindrücke selbst miterlebt haben muss. Ich empfehle jedem Menschen an dieser Tour teilzunehmen, da es eine Erfahrung fürs Leben ist.”

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