PM: „Der Konflikt in Palästina hat zwei Seiten“

altSeit einigen Tagen sprechen im Gaza und in Israel wieder die Waffen. Nach der Ermordung von drei jüdischen Schülern durch islamistische Extremisten und dem brutalen Mord an einem 16-jährigen Palästinenser durch jüdische Extremisten ist die Lage vollkommen außer Kontrolle geraten. Während die Hamas erneut dutzende Raketen auf zivile Ziele in Israel abfeuert, holt die Regierung Netanjahu zum militärischen Gegenschlag aus. Internationale Rufe nach einem Waffenstillstand verhallen derweil im Nichts.

Hierzu erklärt Mazlum Dogan, Bundesvorsitzender des BDAJ:
„Die Situation in Palästina ist erneut eskaliert. Es ist dringend notwendig, dass die internationale Gemeinschaft sich stärker für eine friedliche Lösung dieses Konflikts einsetzt. Unter den Bombardements leidet die Zivilbevölkerung in Gaza und Israel. Zum Teil werden ganze palästinensische Familien ausgelöscht. Gleichwohl muss aber auch die perverse Strategie der radikal-islamistischen Hamas genauer unter die Lupe genommen werden
. Während das israelische Militär versucht, gezielt Hamas-Stellungen anzugreifen und die Zivilisten in der Nähe vor einem Militärschlag vorzuwarnen, nutzt die Hamas die Menschen im Gaza als lebendige Schutzschilder und instrumentalisiert die zivilen Opfer dann auch noch für ihre Propaganda. Das ist eine abscheuliche Vorgehensweise Hamas und verdeutlicht die Zwickmühle, in der sich die israelische Regierung befindet.“

Der Gaza-Streifen wird derzeit von der radikal-islamistischen Hamas kontrolliert. Mehrfach haben die Extremisten erklärt, dass sie das Existenzrecht Israels nicht anerkennen. In Israel wiederum regiert eine Mitte-Rechts-Regierung unter dem Ministerpräsidenten Netanjahu. In seinem Kabinett befinden sich ebenfalls Hardliner wie der Außenminister Lieberman, die sich im Palästina-Konflikt wenig kompromissbereit zeigen.

„Es gibt kein anderes Land der Welt, dessen Existenzrecht – wie bei Israel – öffentlich angezweifelt wird. Bei aller Kritik an der stark militaristischen Politik der Regierung Netanjahu darf nicht vergessen werden, dass die Hamas die vollständige Vernichtung Israels anstrebt. Der Konflikt in Palästina hat zwei Seiten. Wir verurteilen als Alevitische Jugend jeden Gewaltexzess und sind der Überzeugung, dass sich beide Konfliktparteien aus dieser Gewaltspirale herausbegeben müssen“, so Dogan.

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